Was ist das Toyota-Produktions-System?

In Japan gibt es eine große Auto-Fabrik.

Sie heißt Toyota.

In dieser Fabrik arbeiten viele Menschen.

Sie bauen Autos.

Was ist der Andon-Knopf?

In der Fabrik gibt es einen besonderen Knopf.

Jeder Arbeiter darf diesen Knopf drücken.

Nicht nur die Chef-Leute.

Wirklich jeder.

Wenn jemand einen Fehler sieht, drückt er den Knopf.

Dann stoppt die Produktion kurz.

Ein Team-Leiter kommt sofort.

Der Team-Leiter fragt: Was hast du gesehen?

Dann wird der Fehler behoben.

Danach läuft die Fabrik wieder.

Warum ist das besonders?

Früher dachten viele: Ein Stopp ist schlecht.

Ein Stopp kostet Zeit und Geld.

Taiichi Ohno dachte anders.

Er baute das Toyota-System auf.

Er sagte: Ein Fehler jetzt zu stoppen kostet wenig.

Ein Fehler, der durch die ganze Fabrik läuft, kostet viel mehr.

In der Toyota-Fabrik Tsutsumi gab es manchmal 1.000 Stopps pro Tag.

Trotzdem war die Qualität der Autos sehr hoch.

Denn Fehler wurden früh gefunden.

Was hat das mit Arbeit und Inklusion zu tun?

Inklusion bedeutet: Alle Menschen können mitmachen.

Auch Menschen mit Behinderung.

Aber in vielen Firmen gibt es ein Problem:

Menschen trauen sich nicht, Barrieren zu benennen.

Eine Barriere ist etwas, das den Weg versperrt.

Zum Beispiel:

          Ein Bewerbungs-Formular, das nicht barriere-frei ist

          Ein Büro, das schlecht erreichbar ist

          Ein Meeting, bei dem manche Menschen nicht mitmachen können

Viele Menschen sagen nichts.

Sie haben Angst, dass man sie für schwierig hält.

Sie haben Angst, den Job nicht zu bekommen.

Die Zahlen sind deutlich

In Deutschland gibt es 7,9 Millionen Menschen mit schwerer Behinderung.

Ihre Arbeitslos-Quote ist 11,6 von 100 Menschen.

Die allgemeine Arbeitslos-Quote ist 6,0 von 100 Menschen.

Das ist fast doppelt so viel.

47.000 Firmen zahlen lieber eine Strafe, als Menschen mit Behinderung einzustellen.

Das nennt man Ausgleichs-Abgabe.

Das zeigt: In vielen Firmen gibt es keinen Andon-Knopf für Barrieren.

Was passiert, wenn jeder sagen darf, was nicht klappt?

Wenn Barrieren früh gemeldet werden, können sie früh behoben werden.

Das hilft allen Menschen.

Nicht nur Menschen mit Behinderung.

Zum Beispiel:

          Klare Schritte im Bewerbungs-Prozess helfen allen

          Barriere-freie Formulare sind für alle besser

          Fragen beim Einstieg in den Job helfen, Probleme früh zu lösen

Das ist das gleiche Prinzip wie bei Toyota:

Früh stoppen ist besser als spät scheitern.

Was Kaoba macht

Kaoba sammelt Rück-Meldungen aus dem Bewerbungs-Prozess.

So können Firmen sehen, wo es Barrieren gibt.

Und sie können diese Barrieren beheben.

Mehr Informationen findest du auf kaoba.de/arbeitgeber

Das Wichtigste in kurzen Sätzen

Inklusion ist keine Bremse.

Inklusion ist der Knopf, den jeder drücken darf.

Und das Vertrauen, das danach entsteht.

Ein gutes System erlaubt Stopps. Ein schlechtes System verhindert sie. Inklusion bedeutet: Der Knopf gehört allen.