Wer ist Stephen King?
Stephen King ist ein berühmter Schriftsteller.
Er kommt aus dem Land USA.
Er hat über 60 Bücher geschrieben.
Er hat 350 Millionen Bücher verkauft.
Viele Menschen kennen seine Bücher als Gruselgeschichten.
Zum Beispiel:
· Das Buch „Es”
· Das Buch „Shining”
· Das Buch „Carrie”
In diesen Büchern kommen Monster vor.
Ein böser Clown. Ein böses Hotel. Ein junges Mädchen mit Wut.
Aber Stephen King sagt etwas Wichtiges
Stephen King sagt:
„Meine Bücher sind keine Monster-Geschichten.”
Das klingt seltsam.
Denn in den Büchern sind doch Monster.
Aber Stephen King meint:
Das wirkliche Schlimme sind nicht die Monster.
Das wirkliche Schlimme ist, dass die Menschen weg-schauen.
Das Beispiel mit dem bösen Clown
Im Buch „Es” gibt es einen bösen Clown.
Der Clown heißt Pennywise.
Der Clown lebt in einer kleinen Stadt.
Die Stadt heißt Derry.
Der Clown holt sich Kinder.
Die Kinder verschwinden.
Nur die Kinder sehen den Clown.
Die Erwachsenen sehen ihn nicht.
Die Erwachsenen wollen ihn nicht sehen.
Sie schauen weg.
Deshalb kann der Clown so lange böse sein.
Das Beispiel mit dem Hotel
Im Buch „Shining” gibt es ein Hotel.
Ein Mann zieht mit seiner Familie in das Hotel.
Der Mann heißt Jack.
Jack hat ein Problem mit Alkohol.
Jack hat auch ein Problem mit Wut.
Im Hotel wird Jack immer schlimmer.
Er greift seine Familie an.
Aber: Das Hotel hat Jack nicht böse gemacht.
Jack war schon vorher schwierig.
Das Hotel hat nur Jack ganz alleine gelassen.
Niemand hat zugeschaut.
Niemand konnte helfen.
Das Beispiel mit Carrie
Im Buch „Carrie” geht es um ein Mädchen.
Das Mädchen heißt Carrie.
Carrie wird in der Schule gemobbt.
Alle in der Schule machen mit.
Nicht nur ein paar Schüler.
Die ganze Schule schaut weg.
Niemand hilft Carrie.
Was Stephen King uns sagen will
Stephen King schreibt seit 50 Jahren.
Er sagt immer wieder das Gleiche:
Das wirkliche Schlimme ist das Wegschauen.
Das System ist gefährlicher als das Monster.
Was hat das mit Arbeit zu tun?
Jetzt denk mal an deine Firma.
Deine Firma sucht neue Mit-Arbeiter.
Deine Firma hat einen Bewerbungs-Prozess.
Ein Bewerbungs-Prozess ist der Weg zu einer neuen Arbeit.
In diesem Prozess passiert etwas Schlimmes.
Manche Menschen verschwinden auf dem Weg.
Niemand merkt es.
Niemand spricht darüber.
Wer verschwindet im Bewerbungs-Prozess?
Zum Beispiel:
· Menschen mit Behinderung
· Menschen mit anderer Muttersprache
· Menschen mit Lücken im Lebens-Lauf
· Menschen, die anders denken
Diese Menschen werden aussortiert.
Manchmal durch eine Stellen-Anzeige.
Manchmal durch ein Formular im Internet.
Manchmal durch einen Computer.
Manchmal durch einen Satz im Gespräch.
Zum Beispiel: „Wird Ihre Behinderung ein Problem?”
Das ist erlaubt.
Aber es ist nicht gerecht.
Zahlen aus Deutschland
In Deutschland leben fast 8 Millionen Menschen mit Schwer-Behinderung.
3 Millionen davon sind im Alter zum Arbeiten.
Aber:
185 Tausend von ihnen haben keine Arbeit.
Sie suchen Arbeit.
Sie finden keine Arbeit.
12 von 100 Menschen mit Behinderung haben keine Arbeit.
Bei anderen Menschen sind es nur 6 von 100.
Das sind doppelt so viele.
Es gibt in Deutschland ein Gesetz.
Größere Firmen müssen Menschen mit Behinderung einstellen.
5 von 100 Stellen sollten an Menschen mit Behinderung gehen.
Aber im Jahr 2024 waren es nur 4 von 100 Stellen.
Das ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2013.
47 Tausend Firmen stellen keinen einzigen Menschen mit Behinderung ein.
Diese Firmen müssen eine Strafe zahlen.
Die Strafe heißt Ausgleichs-Abgabe.
Viele Firmen zahlen lieber die Strafe.
Sie wollen nicht hinschauen.
44 von 100 arbeitslosen Menschen mit Behinderung suchen schon länger als 1 Jahr.
Bei anderen sind es nur 35 von 100.
Wer einmal weg ist, kommt schwer zurück.
Was kann eine Firma tun?
Eine Firma kann den Bewerbungs-Prozess prüfen.
Das heißt: Licht anmachen und hinschauen.
Eine Firma kann fragen:
· Können alle Menschen unser Formular ausfüllen?
· Können alle Menschen unsere Stellen-Anzeige verstehen?
· Werden Lebens-Läufe mit Lücken fair geprüft?
· Ist Hilfe im Bewerbungs-Gespräch normal?
Das ist nicht schwer.
Das ist nur ein anderes Denken.
Die Botschaft
Bei Stephen King hört der Schrecken auf, wenn die Menschen aufhören weg-zuschauen.
Bei deiner Firma ist es genauso.
Du musst keine Helden einstellen.
Du musst nur das Licht anmachen.
Stephen King schreibt keine Monster-Geschichten. Er schreibt darüber, was passiert, wenn Erwachsene wegschauen.


