Einleitung: Geld für Firmen, die Menschen mit Behinderung einstellen

Viele Menschen mit Behinderung suchen Arbeit. Manche Firmen haben Angst, dass die Arbeit mit Menschen mit Behinderung schwierig ist. Oder sie denken, dass es teuer wird.

Deshalb hilft der Staat mit Geld. Firmen können Geld bekommen, wenn sie Menschen mit Behinderung einstellen. Das nennt man Lohnkostenzuschuss oder Eingliederungshilfe.

 

Was ist ein Lohnkostenzuschuss?

Ein Lohnkostenzuschuss ist Geld vom Staat für den Arbeitgeber. Der Zuschuss bezahlt einen Teil vom Lohn – zum Beispiel in den ersten Monaten. So hat die Firma weniger Kosten.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen stellt eine Person mit Behinderung ein. Der Lohn kostet 3.000 Euro im Monat. Der Staat zahlt 50 Prozent davon. Die Firma bezahlt dann nur 1.500 Euro.

 

Wer bekommt die Hilfe?

Firmen können Geld bekommen, wenn sie Menschen einstellen, die es schwerer haben auf dem Arbeitsmarkt. Zum Beispiel:

  • Menschen mit Schwerbehinderung
  • Menschen, die sehr lange arbeitslos waren
  • Ältere Menschen ab 50 Jahren

 

Wie viel Geld gibt es?

Die Höhe vom Zuschuss hängt ab:

  • von der Art der Behinderung
  • von der Zeit ohne Arbeit
  • von der Qualifikation

Meist gibt es:

  • bis zu 50 Prozent vom Lohn
  • bei Menschen mit Schwerbehinderung bis zu 70 Prozent
  • für 6 bis 24 Monate

 

Zusätzliches Geld für barrierefreie Arbeitsplätze

Manchmal braucht der neue Arbeitsplatz Umbauten oder Hilfsmittel. Auch dafür gibt es Geld. Zum Beispiel:

  • für einen Bildschirm für Menschen mit Sehbehinderung
  • für einen höhenverstellbaren Tisch
  • für Dolmetscher:innen oder Assistenz

 

So bekommen Firmen das Geld

Der Ablauf ist einfach:

  1. Vor der Einstellung: Die Firma spricht mit der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter.
  2. Die Arbeitsagentur berät: Welche Hilfe passt?
  3. Die Firma stellt einen Antrag – vor der Unterschrift unter dem Arbeitsvertrag.
  4. Wenn der Antrag genehmigt wird, kann die Person anfangen.
  5. Die Firma bekommt das Geld direkt vom Staat.

 

Wichtig: Was Firmen beachten müssen

Firmen, die Geld bekommen, haben auch Pflichten:

  • Die Person gut einarbeiten.
  • Barrierefreie Arbeitsplätze schaffen.
  • Die Person fair behandeln.
  • Den Arbeitsplatz möglichst lange sichern.

 

Vorteile für Firmen

Die Lohnkostenzuschüsse helfen nicht nur bei den Kosten. Firmen bekommen außerdem:

  • motivierte neue Mitarbeitende
  • ein gutes Image als inklusiver Arbeitgeber
  • Unterstützung beim Fachkräftemangel

 

Beispiel aus der Praxis

Ein kleiner Handwerksbetrieb in Berlin hat einen gehörlosen Azubi eingestellt. Die Firma hat bekommen:

  • 1 Jahr lang 50 % vom Lohn bezahlt
  • Geld für einen speziellen Bildschirm mit Untertiteln
  • Geld für Dolmetscher:innen in der Ausbildung

Heute sagt die Chefin: „Ich würde es wieder so machen. Die Hilfe hat uns sehr geholfen.“

 

Fazit: Einfach nutzen!

Wer Menschen mit Behinderung eine Chance gibt, wird belohnt: Mit finanzieller Unterstützung und mit neuen, motivierten Mitarbeitenden. Firmen sollten keine Angst haben – einfach beraten lassen und starten!