Eine Krankheit verändert alles
Vor vielen Jahrzehnten gab es eine schlimme Krankheit.
Die Krankheit heißt Polio.
Polio lähmt die Muskeln.
Manche Menschen konnten nach der Krankheit nicht mehr atmen.
Dafür gab es eine Maschine.
Die Maschine heißt Eiserne Lunge.
Sie hat für die Menschen geatmet.
Im Jahr 1952 waren sehr viele Menschen krank.
In den USA wurden fast 58.000 Menschen krank.
Über 21.000 Menschen blieben gelähmt.
Die Krankenhäuser hatten zu wenige Maschinen.
Ein Mann namens John Emerson hat geholfen.
Er hat die Maschine billiger gemacht.
So konnten mehr Kranken-Häuser die Maschine kaufen.
Und mehr Menschen bekamen Hilfe.
Ein Ingenieur erfindet seinen eigenen Roll-Stuhl
Herbert Everest war Ingenieur.
Er hat Bergwerke geplant.
Im Jahr 1919 hatte er einen Unfall im Bergwerk.
Seitdem konnte er nicht mehr laufen.
Er brauchte einen Roll-Stuhl.
Aber die Roll-Stühle damals waren schlecht.
Sie waren sehr schwer.
Man konnte sie nicht zusammenfalten.
Und sie waren sehr teuer.
Herbert Everest fand das nicht in Ordnung.
Er wollte einen besseren Roll-Stuhl.
Nicht nur für sich.
Für alle Menschen, die einen Roll-Stuhl brauchen.
Er traf einen anderen Ingenieur: Herbert Jennings.
Zusammen haben sie 1933 einen neuen Roll-Stuhl gebaut.
Dieser Roll-Stuhl konnte man zusammenfalten.
Er war viel leichter.
Und er war nicht so teuer.
Bald konnten viele Menschen diesen Roll-Stuhl kaufen.
Der Roll-Stuhl wurde ein Standard.
Das bedeutet: Er wurde die normale Lösung für alle.
Everest hat nicht nur für sich gebaut. Er hat für alle gebaut.
Neue Methoden für die Gesundheit
Eine Krankenschwester aus Australien hieß Elizabeth Kenny.
Sie hatte eine andere Methode für die Behandlung von Polio.
Sie hat die Muskeln mit Wärme behandelt.
Und sie hat die Muskeln bewegt.
Die Ärzte waren zuerst dagegen.
Aber ihre Methode hat geholfen.
Später wurde ihre Methode zum Standard.
Ein Arzt namens Howard Rusk hat daraus eine eigene Fach-Richtung gemacht.
Diese Fach-Richtung heißt Reha-Bilitations-Medizin.
Das bedeutet: Medizin, die Menschen nach einer Krankheit wieder fit macht.
Im Jahr 1955 gab es einen Impf-Stoff gegen Polio.
Der Arzt Jonas Salk hat ihn entwickelt.
Seitdem gibt es kaum noch Polio.
Aber die Roll-Stühle blieben.
Die Behandlungs-Methoden blieben.
Die Standards blieben.
Was in der Krise erfunden wurde, hilft heute noch vielen Menschen.
Das gleiche Muster gibt es heute noch
In Deutschland gibt es 7,9 Millionen Menschen mit schwerer Behinderung.
Das ist eine sehr große Zahl.
Viele dieser Menschen suchen eine Arbeit.
Aber es ist für sie schwerer, eine Arbeit zu finden.
Die Arbeits-Losen-Quote bei Menschen mit schwerer Behinderung liegt bei 11,6 von 100 Menschen.
Bei allen anderen Menschen liegt sie bei 6,0 von 100 Menschen.
Das ist fast doppelt so viel.
(Quelle: Inklusionsbarometer 2025)
Die Beschäftigungs-Quote von Menschen mit schwerer Behinderung liegt bei 4,4 von 100 Arbeits-Plätzen.
Das Gesetz sagt: Es sollten 5 von 100 Arbeits-Plätze sein.
47.000 Firmen zahlen lieber eine Geld-Strafe.
Sie stellen lieber keine Menschen mit Behinderung ein.
(Quelle: Inklusionsbarometer 2025)
Aber neue Gesetze kommen:
• Das BTHG gibt Menschen mit Behinderung mehr Rechte.
• Die WCAG sind Regeln für Barriere-Freiheit im Internet.
• Das BFSG gilt seit Juni 2025. Es sagt: Internet-Shops und digitale Dienste müssen barriere-frei sein.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle können etwas benutzen. Ohne Hindernisse.
Diese Regeln sind nicht freiwillig.
Sie sind Gesetz.
Wer früh handelt, hat einen Vorteil
Emerson hat früh gehandelt.
Everest hat früh gehandelt.
Kenny hat früh gehandelt.
Sie haben nicht gewartet.
Sie haben erkannt: Das ist die Zukunft.
Für Firmen heißt das heute:
• Barriere-freie Bewerbungs-Prozesse aufbauen
• Klare Schritte im Bewerbungs-Prozess erklären
• Menschen mit Behinderung ansprechen und einladen
Das ist nicht nur gut gemeint.
Das ist auch gut für die Firma.
Ein barriere-freier Bewerbungs-Prozess ist klarer für alle Menschen.
Weniger Menschen brechen die Bewerbung ab.
Die Firma findet schneller gute Mitarbeiter.
Kaoba hilft Firmen dabei.
Kaoba ist eine Plattform für barriere-freies Recruiting.
Mehr Informationen gibt es auf kaoba.de/arbeitgeber.
Was in der Krise entstand, blieb als Standard für alle. Wer das heute versteht, baut nicht für die Ausnahme. Er baut für das System, das kommt.


