Eine Frau in Hollywood
Hedy Lamarr war eine Schauspielerin. Sie wurde 1914 in Wien geboren. Sie spielte in vielen Filmen mit. Sie war sehr berühmt.
Die Leute kannten Hedy Lamarr nur als Schauspielerin. Aber Hedy Lamarr konnte noch mehr. Sie war auch eine Erfinderin.
In ihrer Freizeit baute Hedy eine Werkstatt auf. Da hat sie nach den Dreh-Arbeiten gearbeitet. Sie hat gelötet. Sie hat geforscht. Sie hat Skizzen gemacht.
Hedy hat etwas Wichtiges erfunden
Es war Krieg. Deutsche U-Boote haben Schiffe versenkt. Sie haben Funk-Wellen benutzt.
Hedy hatte eine Idee. Sie wollte den Funk sicher machen.
Hedy hat zusammen mit einem Musiker gearbeitet. Sein Name war George Antheil. Die beiden haben ein neues Funk-System erfunden.
Bei dem System springt das Funk-Signal. Es springt sehr schnell zwischen 88 Frequenzen. Niemand kann das Signal stören. Denn niemand weiß: Welche Frequenz kommt als Nächstes?
Im Jahr 1942 bekam Hedy ein Patent. Ein Patent ist ein Recht für eine Erfindung. Die Patent-Nummer war 2.292.387.
Niemand wollte ihre Erfindung
Hedy hat die Erfindung der Marine geschenkt. Die Marine ist die Armee auf dem Wasser.
Die Marine hat „Nein" gesagt. Die Marine sagte: „Das ist zu schwierig." „Das hat eine Schauspielerin erfunden."
Die Erfindung kam in ein Archiv. Ein Archiv ist ein großer Schrank für Papier. Da lag das Patent. 20 Jahre lang.
Im Jahr 1962 hat die Marine das Patent doch genutzt. Aber niemand hat den Namen Hedy genannt.
Heute nutzen alle Menschen ihre Erfindung. Die Erfindung ist im Handy drin. Im WLAN. Im GPS. Im Bluetooth.
Hedy wurde spät geehrt
Im Jahr 1997 bekam Hedy einen Preis. Da war sie schon 82 Jahre alt. Sie sagte auf einem Tonband: „Es wird auch Zeit."
Hedy starb im Jahr 2000.
Im Jahr 2014 kam Hedy in eine Ehren-Halle für Erfinder. Ihr Geburtstag ist heute der Tag der Erfinder. Das ist der 9. November.
Was hat das mit Arbeit zu tun?
Viele Menschen schicken eine Bewerbung an eine Firma. Manchmal liest die Firma die Bewerbung nicht richtig. Die Firma schaut auf das Etikett.
Ein Etikett ist wie ein Schild. Auf dem Schild steht zum Beispiel: „Diese Person hat eine Behinderung." Oder: „Diese Person hat keine Arbeit gehabt für 2 Jahre."
Die Firma denkt dann: „Das passt nicht zu uns."
Die Firma liest die Bewerbung gar nicht zu Ende. Genau das ist Hedy auch passiert. Bei Hedy stand das Etikett „Schauspielerin". Niemand hat ihre Idee geprüft.
In Deutschland leben 7 Millionen 900 Tausend Menschen mit einer Behinderung. Das sind viele Menschen. Viele von ihnen finden keine Arbeit.
Mehr als 45.000 Firmen müssen Menschen mit Behinderung einstellen. So steht es im Gesetz. Aber viele Firmen machen es nicht. Sie zahlen lieber Geld an den Staat.
Welche Hürden gibt es?
Hier sind einige Beispiele für Hürden:
• Eine Bewerbungs-Seite im Internet ist nicht für alle gemacht.
• Ein Formular fragt nach Lücken im Lebenslauf.
• Eine Stellen-Anzeige sagt: „Du musst sehr belastbar sein."
• Eine Person schaut auf das Foto.
• Eine Person liest die Bewerbung gar nicht.
Diese Hürden sind kein Zufall. Diese Hürden sind gemacht. Man kann sie auch wieder weg-machen.
Was kann anders sein?
Eine Firma kann lernen: Schau auf das, was eine Person kann. Schau nicht auf das Etikett.
So findet die Firma mehr gute Mitarbeiter. So gehen weniger Talente verloren. So fällt kein Patent mehr ins Archiv.
Eine Firma kann eine Liste machen. Auf der Liste steht: Was muss die Person können für diese Arbeit?
Dann prüft die Firma jede Bewerbung mit der Liste. Egal, welches Etikett auf der Bewerbung steht. Das ist gerecht. Und es ist klüger.
Wer ist Kaoba?
Kaoba ist eine Internet-Seite. Kaoba hilft Menschen mit Behinderung bei der Bewerbung. Kaoba hilft auch Firmen.
Bei Kaoba zählt: Was kann die Person? Nicht: Welches Etikett hat die Person?
So findet eine Firma den passenden Menschen. So findet ein Mensch die passende Stelle.
Auf Kaoba gibt es ein Profil. Im Profil steht: Das kann ich gut. Das habe ich gelernt. Das suche ich.
Die Firma liest das Profil. Die Firma muss nicht raten. Die Firma muss nicht auf Etiketten schauen.
Das macht die Bewerbung leichter. Für alle Seiten.
Du findest Kaoba im Internet:
• kaoba.de für alle
• kaoba.de/talente für Menschen, die Arbeit suchen
• kaoba.de/arbeitgeber für Firmen
Talent ist nicht das Problem. Das Etikett ist das Problem.


