Stell dir eine Küche vor.

In der Schublade liegt ein Schäler. Ein Schäler ist ein Werkzeug. Damit schält man Kartoffeln oder Möhren.

Der Schäler hat einen dünnen Griff aus Metall.

Für die meisten Menschen ist das kein Problem.

Aber manche Menschen haben Schmerzen in den Händen. Zum Beispiel durch Arthritis. Arthritis ist eine Krankheit in den Gelenken.

Für diese Menschen ist der dünne Griff schwierig:

•    Er drückt in die Hand.
•    Die Hand verkrampft.
•    Der Schäler rutscht weg.

Das passiert jeden Tag.


Sam Farber hat etwas bemerkt

Im Jahr 1989 hat Sam Farber seiner Frau zugesehen. Sam war ein Unternehmer aus Amerika. Seine Frau Betsey hatte Arthritis.

Sam hat gesehen: Das Problem ist nicht die Hand. Das Problem ist das Werkzeug.

Also hat Sam etwas Neues bauen lassen.

Er hat ein Design-Büro beauftragt. Das Büro heißt Smart Design.

Sie haben einen neuen Schäler gebaut. Der Schäler hat einen dicken, weichen Griff. Der Griff rutscht nicht. Er drückt nicht.

Der Schäler heißt OXO Good Grips.


Der kluge Trick

Sam hätte sagen können: „Dieser Schäler ist für kranke Menschen.”

Aber das hat er nicht getan.

Denn niemand möchte ein Etikett. Niemand möchte hören: Du bist anders.

Also hat Sam den Schäler anders verkauft. Er hat gesagt: Das ist der bessere Schäler. Für alle.

Und es hat funktioniert.

Alle Menschen haben den Schäler gekauft. Weil er besser in der Hand liegt. Weil er besser funktioniert.

Heute gibt es über 1.000 Produkte von OXO.


Was das mit Arbeit zu tun hat

In Unternehmen gibt es auch „schlechte Schäler”. Das sind Arbeits-Abläufe, die nicht gut funktionieren.

Zum Beispiel:

•    Bewerbungs-Formulare, die man nicht verstehen kann
•    Besprechungen, in denen nur laute Menschen sprechen können
•    Arbeits-Abläufe, die bei jedem Arbeit-Geber anders sind

Die meisten Menschen kommen irgendwie durch. Aber für manche ist es sehr schwer.

Zum Beispiel für:

•    Menschen mit Behinderung
•    Menschen mit einer langen Krankheit
•    Menschen, die anders denken oder lernen

Das Problem ist nicht der Mensch. Das Problem ist der Arbeits-Ablauf.
 

Was passiert, wenn man es besser macht


Wenn Arbeits-Abläufe für alle gut sind, hilft das allen Menschen:

•    Weniger Missverständnisse
•    Weniger Abbrüche bei Bewerbungen
•    Klarere Schritte
•    Bessere Ergebnisse

Das ist wie beim Schäler. Gebaut für eine Hand mit Schmerzen. Besser für alle Hände.


Der wichtige Satz

Inklusion ist kein Zusatz. Inklusion ist ein Upgrade.

Das heißt: Inklusion macht Systeme besser. Nicht nur für wenige. Für alle.

Inklusion ist das, was du baust. Damit dein System für alle Menschen funktioniert.