Was ist passiert?
Im Jahr 1881 lebte ein Mann namens James Garfield. Er war Präsident von den USA.
Am 2. Juli 1881 wird er angeschossen. Das passiert in einem Bahnhof in Washington. Eine Kugel trifft seinen Rücken.
Aber Garfield stirbt nicht sofort. Er stirbt 79 Tage später. Das war am 19. September 1881.
Warum starb er wirklich?
Die Kugel hat Garfield nicht getötet.
Die Kugel saß tief in seinem Rücken. Aber sein Körper konnte mit der Kugel leben.
Die Ärzte haben ihn getötet. Das klingt hart. Aber es stimmt.
Mindestens 15 Ärzte haben ihn behandelt. Sie haben ihre Finger in die Wunde gesteckt. Ihre Finger waren nicht sauber. Ihre Werkzeuge waren auch nicht sauber.
Aus einer kleinen Wunde wurde eine große Wunde. In der Wunde war Eiter. Garfield bekam eine Blut-Vergiftung. Die Blut-Vergiftung hat ihn getötet.
Die Lösung gab es schon
Es gab schon eine Lösung für das Problem. Sie hieß: Antisepsis. Anti-sepsis bedeutet: Saubere Hände. Saubere Werkzeuge. So bekommen Wunden keine Krankheits-Keime.
Ein Arzt aus England hat die Lösung gefunden. Sein Name war Joseph Lister. Er hat seine Idee schon im Jahr 1867 aufgeschrieben.
Das war 14 Jahre vor dem Tod von Garfield.
Aber die Ärzte in den USA wollten die Idee nicht. Sie sagten: Bei uns geht es auch ohne saubere Hände.
Das war ein Fehler. Der Fehler hat einen Präsidenten getötet.
Was hat das mit Arbeit zu tun?
In Firmen gibt es viele Menschen mit Behinderung. Sie wollen arbeiten. Sie haben Talent.
Aber sie kommen oft nicht durch den Bewerbungs-Prozess.
Warum?
• Das Bewerbungs-Formular im Internet funktioniert nicht.
• Die Test-Aufgaben sind zu schwer oder zu schnell.
• Niemand antwortet auf E-Mails.
• Die Stellen-Anzeige ist ein Bild. Ein Vorlese-Programm kann das Bild nicht lesen.
Das alles sind Barrieren. Eine Barriere ist eine Hürde. Eine Hürde, die manche Menschen nicht überspringen können.
Diese Barrieren sind wie die ungewaschenen Hände von 1881.
Sie verletzen Menschen. Sie verletzen auch die Firma. Die Firma findet keine neuen Mitarbeiter.
Daten aus Deutschland
In Deutschland leben 7,9 Millionen Menschen mit schwerer Behinderung. Sie wollen oft arbeiten.
Aber viele finden keine Stelle. 11 von 100 Menschen mit Behinderung sind ohne Arbeit. Bei allen Menschen sind es weniger.
Manche Firmen müssen Menschen mit Behinderung einstellen. Das steht im Gesetz. 26 von 100 dieser Firmen tun das nicht. Sie zahlen lieber eine Strafe.
Das ist nicht gut. Es gibt genug Talente. Aber der Bewerbungs-Prozess ist nicht sauber.
Inklusion ist nicht nett. Inklusion ist Hygiene.
Viele Menschen denken: Inklusion ist eine nette Geste.
Das stimmt nicht.
Inklusion ist Hygiene für den Bewerbungs-Prozess. Hygiene bedeutet: Sauber arbeiten. Keine Fehler im System.
Wenn der Prozess sauber ist:
• Menschen brechen die Bewerbung nicht ab.
• Die Firma findet schneller Mitarbeiter.
• Es gibt weniger Streit.
• Es gibt weniger Strafen.
Ein neues Gesetz
Am 28. Juni im Jahr 2025 kommt ein neues Gesetz. Das Gesetz heißt: Barriere-Freiheits-Stärkungs-Gesetz. Das Gesetz sagt: Im Internet müssen viele Angebote barriere-frei sein.
Auch Bewerbungs-Portale.
Das ist gut. Das Gesetz ist wie die saubere Lösung von 1867. Nur 158 Jahre später.
Ein Beispiel aus der Praxis
Stell dir eine Frau vor. Sie heißt zum Beispiel Sara. Sara hat eine Seh-Behinderung. Sara nutzt ein Vorlese-Programm am Computer.
Sara sieht eine Stellen-Anzeige. Die Anzeige ist nur ein Bild. Das Vorlese-Programm kann das Bild nicht lesen.
Sara fragt per E-Mail nach. Sie bekommt keine Antwort.
Sara sucht weiter. Eine andere Firma bekommt eine neue Mitarbeiterin. Die erste Firma bleibt ohne Sara.
Niemand merkt das. Das Problem bleibt im System.
Was kann eine Firma tun?
Eine Firma kann viele kleine Dinge ändern. Die Dinge sind nicht teuer.
Zum Beispiel:
• Klare Sprache in der Stellen-Anzeige.
• Das Formular im Internet auch ohne Maus nutzen.
• Schnelle Antworten auf E-Mails.
• Hilfe bei Fragen anbieten.
• Den Prozess kurz und einfach halten.
Das hilft allen Menschen. Nicht nur Menschen mit Behinderung. Auch Eltern. Auch ältere Menschen. Auch alle anderen.
Was wir lernen
Die Kugel hat Garfield verletzt. Aber die Kugel hat ihn nicht getötet.
Die nicht-sauberen Hände der Ärzte haben ihn getötet.
In Firmen ist es genauso. Die Behinderung verliert das Talent nicht. Der Bewerbungs-Prozess verliert das Talent.
Kaoba arbeitet daran. Kaoba macht den Bewerbungs-Prozess sauber. Für alle Menschen.
Mehr Infos findest du auf kaoba.de.


