Eine Karte in London

Wir gehen in das Jahr 1931. Wir sind in London. London ist die Haupt-Stadt von England.

London hat eine U-Bahn. Die U-Bahn fährt unter der Erde. Die U-Bahn hat 6 Linien. Die U-Bahn hat fast 300 Stationen.

Eine Station ist ein Halte-Punkt. Du steigst dort ein. Oder du steigst dort aus.

Das Problem mit der alten Karte

Die alte Karte zeigt London genau. Die alte Karte zeigt:

          den Fluss Themse

          die Parks

          jede Station an der echten Stelle

Das klingt gut. Aber das ist ein Problem.

In der Mitte von London sind viele Stationen. Die Stationen sind sehr nah beieinander. Auf der Karte sind sie ein schwarzer Fleck.

Am Rand von London sind wenig Stationen. Die Stationen sind weit weg. Auf der Karte ist viel leerer Platz.

Du suchst eine Station. Aber du findest sie nicht.

Die Karte ist richtig. Die Karte ist nur nicht zu gebrauchen.

Ein Mann mit einer neuen Idee

Ein Mann heißt Harry Beck. Harry Beck ist 28 Jahre alt. Harry Beck arbeitet für die U-Bahn.

Harry Beck zeichnet Schalt-Pläne. Ein Schalt-Plan zeigt:

          wo Strom fließt

          wo sich Kabel treffen

          wie alles verbunden ist

Ein Schalt-Plan zeigt nicht die echte Entfernung. Ein Schalt-Plan zeigt nur die Verbindung.

Harry Beck denkt: „So eine Karte will ich auch für die U-Bahn."

Die neue Karte

Harry Beck zeichnet eine neue Karte. Er zeichnet sie in seiner Freizeit. Niemand hat ihn beauftragt.

Die neue Karte ist einfach:

          Alle Linien sind gerade

          Alle Stationen haben den gleichen Abstand

          Jede Linie hat eine andere Farbe

          Nur die Themse ist noch echt

Harry Beck gibt die echte Position auf. Aber er macht die Karte verständlich.

Die U-Bahn-Verwaltung sagt zuerst Nein. Die Karte ist zu neu. Die Karte ist zu anders.

Der Erfolg

Im Jahr 1933 probiert die Verwaltung die Karte aus. Sie druckt 750.000 Karten.

In einem Monat sind alle Karten weg. Die Menschen lieben die Karte.

Heute haben fast alle U-Bahnen der Welt so eine Karte. In Tokio. In New York. In Berlin.

Eine einfache Karte hat die Welt verändert.

Was hat das mit Arbeit zu tun?

Ein Bewerbungs-Prozess ist wie eine Karte. Eine Bewerbung ist: Du suchst dir eine Arbeit. Du schreibst dem Arbeit-Geber.

Viele Firmen haben einen Bewerbungs-Prozess. Der Bewerbungs-Prozess hat viele Schritte:

          Eine Anzeige für eine Stelle

          Ein Login auf einer Internet-Seite

          Ein Formular ausfüllen

          Daten hochladen

          Warten auf eine Antwort

Jede Firma macht das anders. Bei jeder Firma musst du neu lernen.

Wer hat es besonders schwer?

Menschen mit einer Behinderung haben es oft schwer. Zum Beispiel:

          Du benutzt einen Screen-Reader. Ein Screen-Reader liest den Text vor. Aber das Formular hat keine Beschriftung.

          Du hast eine Lebens-Geschichte. Aber die Felder im Formular passen nicht zu dir.

          Du musst dich bei vielen Firmen neu anmelden. Jede Firma will andere Daten.

Der Prozess ist auf dem Papier richtig. Der Prozess ist nur nicht zu gebrauchen.

Zahlen aus Deutschland

In Deutschland leben viele Menschen mit Behinderung.

7,9 Millionen Menschen haben eine Schwer-Behinderung. Das sind sehr viele Menschen.

Von 100 Menschen mit Schwer-Behinderung sind 11 ohne Arbeit. Bei allen Menschen sind nur 5 von 100 ohne Arbeit.

Das ist nicht fair. Das liegt oft nicht an den Menschen. Das liegt oft am Prozess.

Arbeit-Geber sagen: „Wir wissen nicht, wie der Prozess geht."

Das heißt: Den Arbeit-Gebern fehlt eine Karte.

Was Kaoba macht

Kaoba ist eine Internet-Seite. Kaoba hilft bei der Arbeit-Suche.

Kaoba ist wie die Karte von Harry Beck. Kaoba zeigt einen klaren Weg.

Bei Kaoba ist der Weg für alle gleich. Für die Bewerber. Für die Arbeit-Geber. Für die Schulen.

Du legst dein Profil 1 Mal an. Du musst es nicht immer wieder neu schreiben.

Das ist einfacher. Das ist gerechter. Das hilft allen.

Ein klarer Weg hilft allen

Ein klarer Weg ist nicht nur gut für Menschen mit Behinderung. Ein klarer Weg ist auch gut für andere Menschen.

Zum Beispiel:

          Junge Menschen, die ihre erste Arbeit suchen

          Eltern, die nach einer Pause wieder arbeiten wollen

          Menschen, die aus einem anderen Land kommen

          Menschen, die einen neuen Beruf lernen

Alle diese Menschen brauchen einen klaren Weg. Alle profitieren von einer guten Karte.

Das ist wie bei der U-Bahn-Karte von Harry Beck. Die Karte war für alle Menschen. Auch für Touristen. Auch für Kinder. Auch für ältere Menschen.

Ein guter Prozess ist nie nur für eine Gruppe. Ein guter Prozess ist immer für alle.

Das Wichtigste in einem Satz

Eine gute Karte ist nicht einfach. Eine gute Karte zeigt den Weg.

Mehr findest du auf der Internet-Seite: kaoba.de