Worum geht es?

Heute hat fast jeder Fern-Seher eine Fern-Bedienung. Mit der Fern-Bedienung schaltest du den Sender um. Du machst den Ton leiser. Du musst nicht aufstehen.

Die Fern-Bedienung gibt es seit dem Jahr 1950. Damals dachte niemand an Menschen mit Behinderung. Aber genau diese Menschen hatten plötzlich Vorteile.

Die Geschichte der Fern-Bedienung

Die Firma Zenith hat die erste TV-Fern-Bedienung gebaut. Das war im Jahr 1950. Die Fern-Bedienung hieß Lazy Bones. Auf Deutsch heißt das: Faul-Pelz.

Die erste Fern-Bedienung hatte ein Kabel. Das Kabel lag auf dem Boden. Das war oft gefährlich. Menschen sind über das Kabel gestolpert.

Im Jahr 1955 baut Eugene Polley eine bessere Fern-Bedienung. Sie hatte kein Kabel mehr. Sie hat mit Licht-Strahlen gearbeitet. Aber sie hatte ein Problem.

Sonnen-Licht hat den Sender umgeschaltet. Auch wenn niemand auf den Knopf gedrückt hat.

Die Lösung von Robert Adler

Im Jahr 1956 hatte Robert Adler eine bessere Idee. Er hat 4 kleine Stäbe aus Aluminium benutzt. Jeder Stab hat einen anderen Ton gemacht. Der Ton war so hoch, dass Menschen ihn nicht hören.

Diese Fern-Bedienung brauchte keine Batterie. Sie hat 25 Jahre lang gut funktioniert.

Eugene Polley und Robert Adler haben einen wichtigen Preis bekommen. Den Emmy. Das war im Jahr 1997.

Was Zenith verkaufen wollte

Die Firma Zenith wollte ein gutes Produkt verkaufen. Sie hat die Fern-Bedienung so beworben: „Du musst nicht aufstehen. Du kannst die Werbung wegklicken."

Niemand hat über Menschen mit Behinderung geredet. Niemand hat gesagt: Wir helfen Menschen, die nicht aufstehen können.

Was wirklich passiert ist

Viele Menschen können nicht gut aufstehen. Zum Beispiel:

          Menschen nach einem Schlag-Anfall

          Menschen mit Multipler Sklerose (eine Krankheit der Nerven)

          Menschen mit Quer-Schnitt-Lähmung (sie können die Beine nicht bewegen)

          Ältere Menschen

          Menschen mit Rheuma (Schmerzen in den Gelenken)

Diese Menschen haben einen kleinen Knopf bekommen. Und der Knopf hat ihnen ein Stück Frei-Heit gegeben. Sie konnten allein fern-sehen. Sie mussten niemanden mehr fragen.

Die Fern-Bedienung wurde so zu einer Hilfe. Auch wenn das niemand geplant hat.

Was hat das mit Arbeit zu tun?

In Deutschland gibt es viele Bewerbungs-Prozesse. Ein Bewerbungs-Prozess ist der Weg zu einer neuen Arbeit. Du füllst Formulare aus. Du schickst Bewerbungen. Du wartest auf eine Antwort.

Viele Bewerbungs-Prozesse haben Hürden. Eine Hürde ist ein Hindernis. Hier sind Beispiele für Hürden:

          Du musst dich auf 5 Internet-Seiten neu anmelden.

          Du musst ein Foto schicken.

          Du musst dein Geburts-Datum sagen.

          Das Formular wirft dich raus, wenn du zu lange brauchst.

          Du kannst die Stellen-Anzeige nicht laut vorlesen lassen.

Diese Hürden treffen viele Menschen. Besonders Menschen mit Behinderung. Aber auch ältere Menschen. Auch Menschen, die nicht so gut Deutsch sprechen.

Zahlen aus Deutschland

In Deutschland leben 7,9 Millionen Menschen mit Schwer-Behinderung.

Viele dieser Menschen wollen arbeiten. Aber sie finden keine Arbeit. Von 100 Menschen mit Schwer-Behinderung sind 11,6 ohne Arbeit. Von 100 Menschen ohne Schwer-Behinderung sind 6 ohne Arbeit.

Das ist fast doppelt so viel.

In Deutschland gibt es ein Gesetz. Es heißt: Sozial-Gesetz-Buch Nummer 9. Das Gesetz sagt: 5 von 100 Mitarbeitern müssen schwer-behindert sein. In den meisten Firmen sind es aber nur 4,4 von 100.

47.000 Firmen stellen lieber keine schwer-behinderten Menschen ein. Sie zahlen lieber Geld an den Staat. Dieses Geld heißt: Ausgleichs-Abgabe.

Wie es besser geht

Eine Fern-Bedienung hat 4 Knöpfe. Sie ist einfach. Sie funktioniert für alle.

Ein guter Bewerbungs-Prozess ist auch einfach. Er hat klare Schritte. Er hat keine Hürden.

Kaoba baut so einen Bewerbungs-Prozess. Kaoba ist eine Internet-Seite. Hier ist die Adresse: kaoba.de

Bei Kaoba gibt es:

          Klare Bewerbungs-Formulare

          Stellen-Anzeigen in einfacher Sprache

          Hilfe für Menschen mit Behinderung

          Eine Adresse statt 5 Internet-Seiten

Was du dir merken kannst

Die Fern-Bedienung war kein Hilfs-Mittel. Aber sie wurde eines.

Ein einfacher Bewerbungs-Prozess ist auch keine Sonder-Lösung. Aber er hilft vielen Menschen.

Inklusion bedeutet: Alle Menschen können mitmachen. Ohne Hindernisse.